Unsere Zwillinge (Mono-Di, Geburt 37+5)

 

Die Freude, als wir erfuhren, dass unser „grosser“ Sohn gleich doppelt Verstärkung erhält war für uns von Anfang an sehr gross. Jedoch umso mehr wir uns umhörten oder lasen, umso mehr hörten wir Negatives. Von all den Komplikationen die auftreten könnten über wie anstrengend Zwillinge sind... Ich habe mich sehr oft gefragt, ob ich denn das Ganze wirklich zu blauäugig sehe, ob es denn wirklich nicht einfach auch mit Zwillingen schön werden kann. Auch die Ärzte waren immer sehr vorsichtig und es wurde alles und immer wieder kontrolliert. Hinzu kam, dass fast jeder Arzt wieder eine andere Meinung hatte (Unterschiedliche Messungen beim Ultraschall, Meinungen zu den Geburtsmethoden, ect.). Aber ich hatte immer ein gutes Gefühl und hatte deshalb etwas Mühe mit dem „es könnte sein“ der Ärzte. Seit der Zwillingsschwangerschaft weiss ich, dass ich auf mein Bauchgefühl hören darf und dies ein guter Ratgeber ist.

Einschneidend und für mich auch nicht so leicht damit umzugehen, war der Wechsel von „Risikoschwangerschaft Zwillinge“ mit Kontrollen ohne Ende zur spontanen (Zwillings-) Geburt. Sprich von vielen Kontrollen bis fast zum Rauschmiss aus dem Spital (bzw. selber zahlen) nach den üblichen 3-4 Tagen einer Terminspontangeburt. In diese Richtung geht auch der Sprung von „sich schonen“, viel liegen, kaum Bewegung zum „Supermami“, die die Verantwortung für ZWEI Neuankömmlinge, ein grösseres Geschwisterkind, Haushalt und, und, und... hat. Ich war froh, hatte ich Unterstützung (durch Urlaub des Mannes, Wochenbettbetreuung mit Zwillingserfahrung, Spitex für den Grundputz und liebe Familienmitglieder) aber das Management der Termine ist mir noch in negativer Erinnerung. Es musste sicher wieder x-Mal alles um geplant und neu organisiert werden. Was durch die unregelmässigen Arbeitszeiten des Papas auch nicht vereinfacht wurde. So habe ich einfach am liebsten Hilfe angenommen, die „regelmässig“ war.

Im Nachhinein war der Schlafmangel wirklich das Anstrengendste. Es gab etliche Nächte, die unsere Mädels zum Tag machten, wo durchgehend mindestens eine wach war. Sie konnten sich ja abwechseln ;-) Ich habe teilweise gestaunt, was wir mit so wenig Schlaf alles leisten konnten.

Mittlerweile (Zwillinge sind 2 Jahre, der Grosse ist 4 1/2) geniesse ich gerade die Vorzüge der Zwillinge. Der Grosse ist im Kindergarten und die zwei Mädels können so schön miteinander spielen und es gibt laufend Momente die einen für die anstrengenden Tage und Nächte entschädigen. Im Nachhinein betrachtet fiel mir Vieles leichter, sobald ich die Dinge mit einer anderen, positiveren Einstellung angegangen bin.

 

Familie R.

 

Weitere Erfahrungsberichte folgen demnächst.

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Neuste Erkenntnisse über Pulvermilch (Kassensturz SFR vom 11.10.2016)

http://m.srf.ch/news/schweiz/neue-schadstoffe-in-babymilch